Archive for the ‘Charaktere’ Category

Das leidige Problem mit den Namen

Tuesday, September 23rd, 2008

Hallo,

habt Ihr auch so ein schlechtes Wetter? Bei mir nieselt es schon seit Stunden aus einer geschlossenen grauen Wolkendecke. Im Schein der Deckenleuchte und mit triefender Nase – auch mich hat die Erkältung nun erwischt – grübele ich mal wieder über die Namen meiner Charaktere.

Erst vor ein paar Tagen habe ich im Kapitel “Hintergrundwissen – Die Grafschaft Mâcon” erläutert, dass ich mir als Marielles Vater den Grafen Rainald von Mâcon und Burgund ausgesucht habe. Dabei bleibt es im Prinzip auch. Doch wie ich beim Schreiben bemerke, braucht Rainald leider doch einen anderen Namen. Raymond und Rainald klingen einfach zu ähnlich und da diese beiden Charaktere zu Beginn der Geschichte wiederholt aufeinander treffen werden, taufe ich Rainald kurzentschlossen um: Jetzt heißt er wieder Stéphan.

Ja, ja, ich liefere Euch ein ständiges Hin und Her. Aber so manches Detail sollte gleich zu Anfang festgelegt werden, damit es danach beim Schreiben um so leichter fließen kann.

Habt Geduld,
Corinne




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Marielle – die weibliche Hauptfigur (1)

Saturday, May 10th, 2008

Nachdem ich im vorherigen Beitrag kurz erläutert habe, nach welchem Schema ich die Namen an meine Romanfiguren vergebe, möchte ich auf den Namen meiner weiblichen Hauptfigur eingehen.

Bei der Namensgebung suchte ich nach einem Vornamen, der auch schon im französichen Mittelalter um 1100 gebräuchlich war. Ich stieß dabei auf den Namen “Marielle”.

Es gibt unterschiedliche Aussagen über die Bedeutung und Herkunft des Namens, die nicht zweifelsfrei geklärt sind. Am wahrscheinlichsten ist die hebräische oder ägyptische Herkunft. “Maria” und “Mirjam” kommen als Urform in Frage.

So könnte “Marielle” zum Beispiel mit “kleine Marie” übersetzt werden, wobei der Name “Maria” traditionsgemäß als Symbol für reine, tiefe Liebe steht.
Im Zusammenhang mit meiner Romanfigur finde ich diese Deutung sehr hilfreich.

“Mirjam” stammt aus dem aramäischen und steht für Bitterkeit, die Verbitterung. Im Laufe des Romans wird sich unsere Romanfigur mehr als einmal in Ereignissen beweisen müssen, auf die sie mit Verbitterung reagieren könnte.

Und dann gibt es mit “mry” noch die ägyptische Version. Danach steht “mry” für der/die Geliebte im Sinne von “die/der welche(r) geliebt wird”.

Mit anderen Worten: Der Name “Marielle” birgt in sich bereits so viele Facetten der Geschichte, die ich erzählen möchte, dass er für die weibliche Hauptfigur geradezu perfekt ist.