Motten in Frankreich um 1100 (1)

In Frankreich bestanden die Burgen zu dieser Zeit zumeist aus Lehm und Holz und waren sehr einfach gehalten. Ihre wesentliche Stärke bestand darin, ein Hindernis für die Sturmangriffe der Reiter zu bilden. Häufig befanden sich an dieser Stelle Geländebesonderheiten, wie z.B. die Arme eines Gewässers, sumpfiges Gelände, ein Steilhang oder ein Felssporn.

Diese natürlichen Verteidigungsvorteile wurden durch künstlich angelegte Erdhügel und Erdaufschüttungen verstärkt. Ein Graben umgab das Gelände, das mit einer Holzpalisade geschützt war. Über eine Zugbrücke gelangte man ins Innere der Burg auf einen Vorhof, der einen ersten Zufluchtsort bot.

Im Innern des Geländes befand sich ein kleiner Erdhügel, der “Motte” genannt wurde. Die Motte war mit einem zweiten Graben umgeben.