Motten in Frankreich um 1100 (3) - Wohngebäude

Der sogenannte Palas, das Wohngebäude, befand sich mit den Nebengebäuden im Hof. Ebenso wie der Bergfried bestand es zumeist aus Holz und besaß selten mehr als zwei Räume, die durch einen Vorhang getrennt waren.

Auf der einen Seite war der Große Saal untergebracht. Dort saß der Burgherr zu Gericht oder bewirtete Freunde. Der zweite Raum war privat und diente als Schlafgemach.

Wegen der großen Brandgefahr befand sich die Feuerstelle außerhalb des Gebäudes im Freien. Zu den Nebengebäuden zählten Ställe, Speicher, die Werkstätten und die Hütten der Diener.

Burgherren, die es sich leisten konnten, bauten aufwendiger, mehrgeschossig und mit mehreren Räumen. Dies galt vor allem für die Zeit, als viele “Pilger” vom ersten Kreuzzug als reiche Männer zurückkehrten.